Stiftung Klimaneutralität (2021): Planungssicherheit für den Stromsektor schaffen mit einem Mindestpreis für die CO2-Emissionen. Regelungsvorschlag.

Regelungsvorschlag „Ein Mindestpreis für CO2 in der Stromerzeugung“

Die neuen Klimaziele der Bundesregierung sehen für 2030 eine Minderung der Treibhausgasemissionen um 65% vor. Dieses Ziel kann nach Analysen der Stiftung Klimaneutralität nur durch ein Vorziehen des Kohleausstiegs von derzeit 2038 auf 2030 erreicht werden. Eine solche Entwicklung ist zwar in Folge der in der EU ebenfalls kürzlich angehobenen Klimaziele wahrscheinlich, sollte aber im Interesse der Investitionssicherheit im deutschen Stromsektor durch einen Mindestpreis abgesichert werden. Basierend auf einer Studie des Öko-Instituts sowie einem Rechtsgutachten der Stiftung Umweltenergierecht schlägt Stiftung Klimaneutralität die Einführung eines nationalen CO2-Mindestpreises für den Stromsektor vor. 

Mai 2021 | Link zur Studie

Stiftung Klimaneutralität (2021): Klimaschutz und Artenschutz - Wie der Zielkonflikt beim Ausbau der Windenergie konstruktiv aufgelöst werden kann. Regelungsvorschlag. Berlin, Mai 2021

Regelungsvorschlag “Klimaschutz und Artenschutz“

Bis 2030 werden Windenergieanlagen an Land mit einer installierten Leistung von 80 GW benötigt, bis 2045 sogar 145 GW. Ende 2020 waren jedoch erst knapp 55 GW installiert. Der Ausbau der Windenergie an Land ist jedoch in den letzten drei Jahren massiv eingebrochen. Neben dem Mangel an verfügbaren Flächen ist einer der wesentlichen Gründe für diesen Einbruch der ungelöste Zielkonflikt mit dem Artenschutz. Immer öfter landen Streitfragen vor den Gerichten; bislang ist es nicht gelungen, Klimaschutz und Artenschutz in Einklang zu bringen. Basierend auf einem Fachgutachten und einem Rechtsgutachten hat Stiftung Klimaneutralität einen Vorschlag zur Lösung des Zielkonflikts zwischen Klimaschutz und Artenschutz beim Ausbau der Windenergie erarbeitet.

Mai 2021 | Link zur Studie

 

Prognos, Öko-Institut, Wuppertal Institut (2021): Klimaneutrales Deutschland 2045. Wie Deutschland seine Klimaziele schon vor 2050 erreichen kann. Zusammenfassung im Auftrag von Stiftung Klimaneutralität, Agora Energiewende und Agora Verkehrswende.

Studie „Klimaneutrales Deutschland 2045“

Die Studie „Klimaneutrales Deutschland“, erstellt in Kooperation mit Agora Energiewende und Agora Verkehrswende, zeigt anhand von Szenarien, wie Deutschland bis zum Jahr 2045 klimaneutral werden kann. Die Vorgängerstudie Klimaneutrales Deutschland 2050 beschreibt, wie das vom Bundestag beschlossene Ziel bis Mitte des Jahrhunderts erreicht werden kann. Mit der nun vorliegenden Studie zeigen wir, dass Klimaneutralität auch schon 2045 möglich ist. Dies reduziert die insgesamt freigesetzten Treibhausgasemissionen noch einmal deutlich. Die grundsätzlichen Prämissen der 2050-Studie gelten weiterhin: Der Pfad ist realistisch, das Ziel wird innerhalb der üblichen Investitions- und Lebenszyklen sowie unter Wahrung von Wirtschaftlichkeit und gesellschaftlicher Akzeptanz erreicht. Wesentliche Hebel für eine zusätzliche Beschleunigung sind ein schnellerer Ausbau der Erneuerbaren, ein zügigerer Wasserstoff-Hochlauf, eine beschleunigte Elektrifizierung im Verkehr, eine weitere Verstärkung der Gebäudesanierungen sowie größere Marktanteile von pflanzlichen anstelle von tierischen Eiweißprodukten in der Zeit nach 2030.

April 2021 | Link zur Studie

Prognos (2021): Klimaneutralität und Versorgungssicherheit im Strommarkt: Bewertung der Versorgungssicherheit bis zum Jahr 2030 der Szenarien KN2050 und KN2045 aus der Studie „Klimaneutrales Deutschland“. Studie im Auftrag von Stiftung Klimaneutralität.

Studie zur Versorgungssicherheit auf dem Weg zur Klimaneutralität

Die Szenarien Klimaneutrales Deutschland 2045 und Klimaneutrales Deutschland 2050 zeigen Wege zur Klimaneutralität in Deutschland 2045 bzw. 2050 auf. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie in einem sich derart stark verändernden Stromsystem die Versorgungssicherheit gewährleitest werden kann. Stiftung Klimaneutralität hat Prognos beauftrag, die Frage der Versorgungssicherheit auf dem Strommarkt zu untersuchen. Die hier vorgestellte Studie stellt Analysen zur Versorgungssicherheit in den Klimaneutralitätsszenarien dar und gibt einen Ausblick auf systemische Maßnahmen zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit.

April 2021 | Link zur Studie

Stiftung Klimaneutralität (2021): Intelligente CO2-Bepreisung für Pkw. Instrumentenvorschlag.

Instrumentenvorschlag „Intelligente CO2-Bepreisung für Pkw“

Das Verkehr ist das Sorgenkind der Klimapolitik. Ohne einen massiven Hochlauf der Elektromobilität werden wir unsere Klimaziele nicht erreichen. Bis zum Jahr 2030 muss ein Umstieg auf 14 Millionen E-Pkw gelingen. Im Rahmen eines Rechtsgutachtens hat Stiftung Klimaneutralität untersuchen lassen, welche Handlungsmöglichkeiten der nationale Gesetzgeber hat. Auf der Grundlage dieses Gutachtens macht die Stiftung einen Vorschlag, wie die Kfz-Steuer zu einer intelligenten CO2-Bepreisung weiterentwickelt werden kann. Ziel ist es, Kostenparität bei der Anschaffung von E-Pkw und Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zu schaffen und damit die Antriebswende zu beschleunigen.

März 2021 | Link zur Studie

Stiftung Klimaneutralität (2021): Wie kann die Verfügbarkeit von Flächen für die Windenergie an Land schnell und rechtssicher erhöht werden? Regelungsvorschlag.

Regelungsvorschlag “Mehr Flächen für Windenergie“

Auf dem Weg zur Klimaneutralität wird die Windenergie zur wichtigsten Energiequelle in Deutschland. Um den notwendigen Ausbau der Windenergie in Deutschland zu beschleunigen, müssen deutlich mehr qualifizierte Flächen für den Bau von Windenergieanlagen verfügbar gemacht werden. Wir schlagen eine Neufassung der sogenannten Konzentrationszonenplanung im Baugesetzbuch vor, was sich schnell umsetzen lässt. Gestützt ist der Vorschlag auf einem Gutachten des Augsburger Umwelt- und Planungsjuristen Professor Martin Kment. Durch diesen Vorschlag wird bei Kommunen und Ländern ein positiver Anreiz geschaffen, der Windenergie ausreichend Flächen zur Verfügung zu stellen.

Januar 2021 | Link zur Studie

Prognos, Öko-Institut, Wuppertal Institut (2020): Klimaneutrales Deutschland. Studie im Auftrag von Agora Energiewende, Agora Verkehrswende und Stiftung Klimaneutralität.

Studie „Klimaneutrales Deutschland“

Die Studie „Klimaneutrales Deutschland“, erstellt in Kooperation mit Agora Energiewende und Agora Verkehrswende, zeigt anhand von Szenarien, wie Deutschland bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden kann, mit Wirtschaftlichkeit, Wahrung der Investitionszyklen und Akzeptanz als Kernkriterien. Dies ist möglich durch die konsequente Anwendung von heute schon verfügbaren oder bereits weit entwickelten Technologien. Klimaneutralität erfordert den Aufbau eines komplett auf erneuerbaren Energien basierenden Stromsystems. Straßenverkehr und Wärmeversorgung werden weitgehend auf strombasierte Lösungen umsteigen. Die effiziente Sanierung des Gebäudebestands und der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft für Industrie, Energiewirtschaft, Schiffs- und Flugverkehr sind unerlässlich.

Oktober 2020 | Link zur Studie