Die Wärmepumpe - Mythen und Fakten

Wärmepumpen und Wärmenetze sind neben der energetischen Gebäudesanierung die zentralen Strategien
für Klimaneutralität im Gebäudebestand. Gerade die Wärmepumpe ist immer wieder mit nicht mehr zeitgemäßen Vorbehalten konfrontiert.
Mit einer Serie zu grundlegenden Fragen und Antworten von ausgewiesenen Experten begegnen wir diesen.

Serie „Wärmepumpen im Bestand“

BLOGBEITRAG-SERIE | 10.02.2021

Wie können Wärmepumpen im Bestand eingesetzt werden? Müssen dafür alle Bestandsgebäude zuerst umfänglich saniert werden?

Sind Wärmepumpen in der Lage, ausreichend hohe Vorlauftemperaturen zu gewährleisten? Können sie im Bestand sinnvolle Effizienzwerte erreichen? Und ist dieser Betrieb eigentlich ökologisch?

Um diese und weitere Fragen fundiert zu beantworten und eine gute Grundlage für die notwendigen Weichenstellungen für einen klimaneutralen Gebäudebestand zu schaffen, haben wir das
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme mit einer
Blogbeitrag-Serie „Wärmepumpen im Bestand“ beauftragt.

Die zwölf Folgen erscheinen wöchentlich auf dem Forschungs-Blog des Fraunhofer ISE. Sie basieren auf dem Wissen und den Erfahrungen aus fast zwanzig Jahren Wärmepumpen-Forschung am Fraunhofer ISE. In den Blogbeiträgen werden Argumente gegen Wärmepumpen im Bestand analysiert und diversen Untersuchungsergebnissen gegenübergestellt.

Fraunhofer ISE

FOLGE 8 | 14.04.2021

Ist das Heizen mit Wärmepumpen nicht zu teuer?
Wärmepumpen werden sich in der Breite nur durchsetzen, wenn sie sich für den Verbraucher rechnen. Dieser Blogbeitrag betrachtet den entscheidenden Faktor der Betriebskosten. Dabei sind der energetische Standard des Gebäudes, die Größe der beheizten Fläche sowie die Effizienz der Wärmepumpe zentral. Im Vergleich mit anderen Heizsystemen stehen die Energiekosten im Mittelpunkt. Die Senkung der Strompreise ist eine Schlüsselstrategie zur Erhöhung der Attraktivität von Wärmepumpen im Vergleich zu fossilen Heizungssystemen.

Blogbeitrag auf der Seite des Fraunhofer ISE

Fraunhofer ISE

FOLGE 7 | 24.03.2021

Wie ökologisch arbeiten Wärmepumpen im Bestand?
Für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung von Gebäuden ist der CO2-Fußabdruck der eingesetzten Heiztechnologie von zentraler Bedeutung. Wärmepumpen können schon heute in großer Breite Heizungssysteme ersetzen, die auf fossilen Brennstoffen basieren. Doch wie hoch ist die Einsparung an CO2-Emissionen durch Wärmepumpen im Vergleich zu einer Gasheizung? Dieser Blogbeitrag stellt dar, welche Faktoren für die CO2-Ersparnisse von Wärmepumpen entscheidend sind. Schon heute sparen Wärmepumpen durchschnittlich in etwa die Hälfte an CO2-Emissionen gegenüber einer Gasheizung ein. Mit einem immer grüner werdenden Strommix werden diese Einsparungen noch größer.

Blogbeitrag auf der Seite des Fraunhofer ISE

FOLGE 6 | 17.03.2021

Wie gut haben sich Wärmepumpen in teilsanierten und unsanierten Gebäuden in der Praxis bewährt?
Im Forschungsprojekt „WPsmart im Bestand“ des Fraunhofer ISE wurde eine Felduntersuchung von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden durchgeführt. In diesem Blogbeitrag stellen wir daraus zwei Praxisbeispiele vor: Zwei Häuser aus den Jahren 1937 bzw. 1973, die nicht bzw. nur geringfügig saniert sind. In beiden Häusern erwärmen Wärmepumpen  die Räume und das Trinkwasser. Beide Gebäude haben keine Fußbodenheizung. Die Beispiele zeigen, dass Wärmepumpen auch in nicht oder nur teilweise sanierten Häusern eine gute Effizienz erreichen können.

Blogbeitrag auf der Seite des Fraunhofer ISE

FOLGE 5 | 10.03.2021

Wie stark verringert der Einsatz eines Heizstabs die Effizienz von Wärmepumpen?
Heizungssysteme mit Wärmepumpen sind meistens mit einem direkt-elektrischen Heizstab ausgestattet, der die Wärmebereitstellung ab einer definierten Außentemperatur (zum Beispiel -5°C) übernimmt – entweder allein oder parallel zur Wärmepumpe. Dadurch kann die Größe von Außenluft-Wärmepumpen begrenzt werden. Im Vergleich zur Wärmepumpe hat der Heizstab eine deutlich schlechtere Effizienz. Kommt er häufig zum Einsatz, ist dies schlecht für die Betriebskosten und für die Umwelt. Häufig besteht das Vorurteil, dass bei Wärmepumpen der Heizstab oft genutzt werden muss und die Heizkosten dadurch „explodieren“. Dieser Blogbeitrag zeigt anhand von Felduntersuchungen, dass diese Annahme eindeutig widerlegt werden kann.

Blogbeitrag auf der Seite des Fraunhofer ISE

FOLGE 4 | 03.03.2021

Wie gut funktionieren Wärmepumpen im Gebäudebestand?
Die Frage, wie gut eine Wärmepumpe funktioniert, lässt sich insbesondere mit Hilfe ihrer „Arbeitszahl“ beantworten. Diese gibt an, welche Effizienz bei bestimmten Außentemperaturen und Heizungstemperaturen zu erwarten ist. Das Fraunhofer ISE hat im Laufe von 20 Jahren rund 300 im Einsatz befindliche Wärmepumpenanlagen vermessen und die Arbeitszahlen dieser Anlagen ermittelt. Anhand der Ergebnisse aus diesen Feldtests wird in diesem Blogbeitrag dargestellt, dass Wärmepumpen auch in Bestandsgebäuden zuverlässig funktionieren und ökologisch vorteilhaft sind.

Blogbeitrag auf der Seite des Fraunhofer ISE

FOLGE 3 | 24.02.2021
Muss ein Haus zuerst saniert werden, damit eine Wärmepumpe installiert werden kann?
Sanierungsmaßnahmen zur Reduzierung des Heizenergiebedarfs sind immer sinnvoll – das gilt für alle Heizsysteme. Häuser müssen aber nicht umfassend saniert sein, um für den Einsatz von Wärmepumpen in Frage zu kommen. In dieser Folge wird erläutert, warum in den allermeisten Fällen eine gute Wärmepumpenlösung auch für unsanierte (bzw. geringfügig sanierte) Bestandsgebäude realisierbar ist.

Blogbeitrag auf der Seite des Fraunhofer ISE

FOLGE 2 | 17.02.2021
Wärmepumpen im Bestand: Können sie überhaupt ausreichend hohe Heizkreistemperaturen liefern?

Bei der Diskussion über die Einsatzmöglichkeiten von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden, ist das Hauptgegenargument die zu Grunde gelegte, sehr hohe Heizkreisvorlauftemperatur. Dieser Blogbeitrag zeigt: Warum die maximal erforderliche Temperatur nicht entscheidend ist.

Blogbeitrag auf der Seite des Fraunhofer ISE