WAS UNS BEWEGT

Ein besserer Klimaschutz braucht wissenschaftlich fundierte Szenarien, Instrumente, mit denen Ziele auch tatsächlich erreicht werden und einen Dialog zwischen den Interessengruppen. Dazu will die Stiftung Klimaneutralität einen Beitrag leisten.

Ziel der neuen Stiftung ist es, Wege zur Klimaneutralität aufzuzeigen.

Der menschengemachte Klimawandel durch die Emission von Treibhausgasen ist eine Bedrohung für Deutschland, Europa und die Welt. Trotz aller Fortschritte, noch immer sind es vor allem die fossilen Energiequellen Öl, Kohle und Erdgas, mit denen unsere Wirtschaft produziert, mit denen wir Auto fahren, fliegen, Güter transportieren und unsere Häuser heizen.

Die Herausforderung durch den Klimawandel ist jedoch auch eine große Chance für eine umfassende Modernisierung unserer Volkswirtschaft, die wir klug nutzen sollten. Wenn wir einen gefährlichen Klimawandel verhindern wollen, dann müssen wir bei der Transformation zur Klimaneutralität einen deutlichen Zahn zulegen!

Klimaschutz in Europa kann nur erfolgreich sein, wenn auch Deutschland erfolgreich ist.

Deutschland gehört weltweit zu den sieben Nationen mit dem höchsten Ausstoß an Klimagasen. Innerhalb der EU ist Deutschland mit deutlichem Abstand der größte Verursacher. Die Stiftung Klimaneutralität will mit ihrer Arbeit aufzeigen, wie eine schnelle Transformation gelingen kann. Wenn wir spätestens 2050 klimaneutral seien wollen, müssen die Zwischenziele für 2030 und 2040 angehoben werden. Dies gilt sowohl für Europa als auch für Deutschland.

 

Im Juli 2020 hat die Stiftung Klimaneutralität in Berlin ihre Arbeit aufgenommen.

Zum Direktor wurde der Klima- und Energieexperte Rainer Baake berufen, der von 1998 bis 2005 Staatssekretär im Bundesumweltministerium und von 2014 bis 2018 Staatssekretär im Bundeswirtschafts- und Energieministerium war.

Die Stiftung wurde gegründet, um in enger Kooperation mit anderen Denkfabriken sektorübergreifende Strategien für ein klimagerechtes Deutschland zu entwickeln. Auf der Basis von guter Forschung will die Stiftung informieren und beraten – jenseits von Einzelinteressen. In den nächsten Legislaturperioden wird es von zentraler Bedeutung sein,

  • Fehlinvestitionen in fossile Technologien zu vermeiden,
  • die Effizienz bei der Nutzung von Energie massiv zu verbessern (Efficiency First),
  • die erneuerbare Stromerzeugung in einem Maße auszubauen, dass auch eine Elektrifizierung anderer Sektoren möglich wird (Electrify Second)
  • und schließlich mit Strom aus erneuerbaren Quellen Wasserstoff zu erzeugen, der fossile Brennstoffe in der Industrie, aber auch in anderen Sektoren ersetzt (Green Fuels Third).

 

Zudem müssen auch die Treibhausgasemissionen, die nicht durch den Energieeinsatz bedingt sind, v.a. in den Sektoren Landwirtschaft, Industrie und Abfallwirtschaft, so weit wie möglich vermieden oder durch negative Emissionen ausgeglichen werden.

Finanzierung

Die Stiftung Klimaneutralität wird von der gemeinnützigen US-amerikanischen Climate Imperative Foundation unterstützt. Die Climate Imperative Foundation finanziert weltweit besonders relevante Klimaschutzaktivitäten und wird verwaltet von Energy Innovation:
energyinnovation.org

Die Climate Imperative Foundation nimmt keinen Einfluss auf die inhaltliche Arbeit der Stiftung Klimaneutralität.

Die Stiftung Klimaneutralität ist in ihrer Arbeit unabhängig und parteipolitisch neutral.