Stiftung Klimaneutralität


Im Juli 2020 hat die Stiftung Klima­neu­tra­lität in Berlin ihre Arbeit auf­genom­men. Zum Direktor wurde der Klima- und Energie­experte Rainer Baake berufen, der von 1998 bis 2005 Staats­sekretär im Bundes­umwelt­minis­te­rium und von 2014 bis 2018 Staats­sekretär im Bundes­wirt­schafts- und Ener­gie­minis­terium war.

Ziel der neuen Stiftung ist es, Wege zur Kli­ma­neu­tra­li­tät auf­zu­zeigen. Der menschen­gemachte Klima­wan­del durch die Emission von Treib­haus­gasen ist eine Be­drohung für Deutschland, Europa und die Welt. Trotz aller Fort­schritte, noch immer sind es vor allem die fossilen Energiequellen Öl, Kohle und Erdgas, mit denen unsere Wirtschaft produziert, mit denen wir Auto fahren, fliegen, Güter transportieren und unsere Häuser heizen.

Die Herausforderung durch den Klima­wan­del ist jedoch auch eine große Chance für eine umfassende Mo­der­ni­sie­rung unserer Volkswirtschaft, die wir klug nutzen sollten. Wenn wir einen gefährlichen Klima­wan­del verhindern wollen, dann müssen wir bei der Trans­for­mation zur Klimaneutralität einen deutlichen Zahn zulegen!

Deutschland gehört weltweit zu den sieben Nationen mit dem höchsten Ausstoß an Klimagasen. Innerhalb der EU ist Deutschland mit deutlichem Abstand der größte Verursacher. Klimaschutz in Europa kann nur erfolgreich sein, wenn Deutschland erfolgreich ist. Die Stiftung Klimaneutralität will mit ihrer Arbeit aufzeigen, wie eine schnelle Transformation gelingen kann. Wenn Europa spätestens 2050 klimaneutral sein will, müssen die Zwischenziele für 2030 und 2040 angehoben werden. Dies gilt sowohl für Europa als auch für Deutschland.

Die Stiftung Klimaneutralität wurde gegründet, um in enger Kooperation mit anderen Denkfabriken sektor­über­grei­fende Strategien für ein klimagerechtes Deutschland zu entwickeln. Auf der Basis von guter Forschung will die Stiftung informieren und beraten – jenseits von Einzelinteressen. In den nächsten Legis­latur­perioden wird es von zentraler Bedeutung sein,

  • Fehlinvestitionen in fossile Technologien zu vermeiden,
  • die Effizienz bei der Nutzung von Energie massiv zu verbessern (Efficiency First),
  • die erneuerbare Stromerzeugung in einem Maße auszubauen, dass auch eine Elektrifizierung anderer Sektoren möglich wird (Electrify Second)
  • und schließlich mit Strom aus erneuerbaren Quellen Wasserstoff zu erzeugen, der fossile Brennstoffe in der Industrie, aber auch in anderen Sektoren ersetzt (Green Fuels Third).

Ein besserer Klimaschutz braucht wissenschaftlich fundierte Szenarien, Instrumente, mit denen Ziele auch tatsächlich erreicht werden und einen Dialog zwischen den Interessengruppen. Dazu will die Stiftung Klimaneutralität einen Beitrag leisten.

Team

Rainer Baake

Direktor

Rainer Baake Klima- und Ener­gie­ex­per­te mit lang­jähri­ger Er­fah­rung in der öffent­li­chen Ver­waltung als Ener­gie-Staats­sekre­tär im Bundes­wirt­schafts­minis­te­rium (2014-2018), Staats­sekretär im Bundes­um­welt­minis­terium (1998-2005), Staats­sekre­tär im Hessischen Um­welt­minis­terium (1991-1998) und Um­welt­de­zer­nent im Land­kreis Mar­burg-Bie­denkopf (1985-1991). Baake war Grün­dungs­di­rek­tor von Agora Ener­gie­wende (2012-2014) und Bundes­geschäfts­führer der Deutschen Umwelthilfe (2006-2011). Baake studierte Volks­wirt­schaft an der Philipps-Uni­ver­si­tät Marburg (Dipl.-Volksw.). Von 1975 bis 1978 arbeitete er als Community Organizer in Chicago.


Dr. Julia Metz

Senior Advisor

Dr. Julia Metz Julia Metz war mit Klima- und Ener­gie­po­li­tik im Rahmen ver­schie­dener Sta­tio­nen beim Bundes­ver­band der Ener­gie- und Wasser­wirt­schaft (BDEW) sowie beim Deut­schen Bund­estag befasst, zuletzt als Re­fe­ren­tin der Vor­sitzen­den der Haupt­geschäfts­füh­rung des BDEW, Kerstin Andreae.
Zuvor hat sie am Wissen­schafts­zentrum Berlin für So­zial­for­schung (WZB) zu euro­­päi­scher Poli­tik ge­forscht. Julia Metz hat in Hei­del­berg Po­li­tik­wissen­schaft und Volks­­wirt­schaft studiert und an der Freien Uni­ver­si­tät Ber­lin zu euro­pä­ischer Po­li­tik pro­mo­viert.


Martin Weiß

Senior Advisor

Porträt Martin Weiß Martin Weiß arbeitete zuletzt im Bundes­minis­terium für Um­welt, Natur­schutz und nukle­are Sicher­heit in Berlin. Dort hat er viele Jahre sowohl am Klima­schutz in Deutsch­land als auch auf euro­päischer und inter­nationaler Ebene gear­beitet, zuvor unter anderem auch am Um­welt­bundes­amt und bei der Euro­päischen Kommission. Martin Weiß stu­dierte Poli­tik­wissenschaft an der Uni­versität Potsdam.
Bis Juni 2020 leitete er im BMU das Refe­rat für die bilate­rale und regio­nale Umwelt­schutz­zusammenarbeit Deutschlands mit euro­päischen Partner­ländern.