Der Beirat stellt sich vor

Der Beirat der Stiftung Klimaneutralität vereint internationale Experten aus dem klimapolitischen Bereich. Er unterstützt die Stiftung mit seinem Wissen und ist Ort für strategische Debatten zur Klimaneutralität im internationalen Kontext.

Prof. Dr. Bernhard Lorentz
Vorsitzender

Bernhard Lorentz ist Mitglied zahlreicher Gremien öffentlicher, akademischer und philanthropischer Institutionen. Er ist Mitgründer der Stiftung Klimaneutralität und war hier von August 2021 bis Januar 2022 auch einer ihrer Geschäftsführer. Als Präsident einer der größten deutschen Privatstiftungen zeigte er, welchen Einfluss strategische Philanthropie auf wichtige politische Reformprozesse haben kann. In dieser Zeit gründete er mehrere der heute führenden Think Tanks in den Bereichen Klima und Energie (Agora Energiewende, Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change), digitale Gesellschaft (Stiftung Neue Verantwortung), Migration / Integration (Sachverständigenrat Integration) und internationale Politik (MERICS). Als Gründungsgeschäftsführer der Hertie School of Governance etablierte er die erste Universität für Public Policy in Deutschland. Er war Managing Partner Markets bei EY für die Region Deutschland, Schweiz und Österreich sowie Leiter von EYCarbon. Seit Februar 2022 leitet er bei Deloitte als Managing Partner Climate Strategy das globale Geschäft rund um die industrielle Transformation.

Bernhard Lorentz studierte Rechtswissenschaften und Geschichte in Tübingen, Berlin, Sussex und an der Johns Hopkins und ist Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin. Er erhielt verschiedene Stipendien und veröffentlicht in hochrangigen Fachzeitschriften und großen Zeitungen über öffentlich-private Partnerschaften, strategische Philanthropie und Management des dritten Sektors, sowie zu Themen wie dem Klimawandel, der Energiepolitik, Migration sowie Forschungs- und Bildungspolitik.

Hal Harvey
stellvertretender Vorsitzender

Hal Harvey ist Geschäftsführer von Energy Innovation, einer auf Energie- und Umweltpolitik spezialisierten Denkfabrik mit Sitz in San Francisco. Seit der Gründung in 2012 stellt Energy Innovation politischen Entscheidungsträgern auf der ganzen Welt qualitativ hochwertige Forschung und Analysen zur Verfügung, um sie bei ihren energiepolitischen Entscheidungen zu unterstützen.

Von 1991 bis 2002 war Hal Harvey Gründungsdirektor und Geschäftsführer von Energy Foundation, einer philanthropischen Gesellschaft, die sich mit Lösungsstrategien im Bereich der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz befasst. Er war beteiligt an der Gründung der Energy Foundation China, der European Climate Foundation und der Indian Sustainable Energy Foundation. Von 2002 bis 2008 war er Direktor des Umweltprogramms der William and Flora Hewlett Foundation.

Hal Harvey war Mitglied verschiedener durch die US-Präsidenten Bush und Clinton einberufenen Beratungsgremien im Bereich der Energiepolitik und hat zwei Bücher sowie zahlreiche Artikel in den Bereichen Energiepolitik und nationale Sicherheit veröffentlicht. Er ist Beiratsvorsitzender der New Land Foundation, Mitglied des Verwaltungsrates der Fifth Third Bank, Mitglied des Expertenbeirats des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) und Senior Fellow für Energie und Umwelt am Paulson Institute. Hal Harvey ist Preisträger des Heinz Award für die Umwelt 2016, er wurde 2018 mit dem Clean Air and Climate Change Award der Vereinten Nationen und 2019 mit dem Haagen-Smit Clean Air Award des California Air Resources Board ausgezeichnet.

Hal Harvey
Linda Kalcher
Mitglied

Linda Kalcher ist seit 2015 bei der European Climate Foundation (ECF) tätig, wo sie derzeit Special Advisor der Geschäftsführung und Direktorin für Resilient Recovery ist. In dieser Funktion treibt sie die Bemühungen des ECF-Netzwerks voran, die darauf abzielen, den wirtschaftlichen Wiederaufschwung nachhaltig zu gestalten. Dabei leitet sie den Aufbau eines makroökonomischen Netzwerks von Denkfabriken, die politische Öffentlichkeitsarbeit und die Abstimmung der EU-weiten Interessensvertretung. In dieser Funktion agiert sie mit einem breiten Spektrum von politischen Entscheidungsträgern, Investoren, Unternehmen, Finanzexperten, regionalen und lokalen Akteuren sowie anderen Interessengruppen, um sicherzustellen, dass der Green Deal für die Erholung Europas von COVID-19 weiterhin eine zentrale Rolle spielt. Zuvor war Linda Kalcher bei der ECF Direktorin für die institutionellen Beziehungen der EU und leitete die Arbeit der ECF zum europäischen Green Deal und zur Anhebung der EU-Klimaziele im Einklang mit dem Pariser Abkommen.

Vor ihrer Tätigkeit bei der ECF arbeitete Linda Kalcher als politische Beraterin beim sozialdemokratischen Europaabgeordneten Jo Leinen, wo die Debatte über die Zukunft der Energie- und Klimapolitik im Mittelpunkt ihrer Arbeit stand. In dieser Funktion erwarb sie ein gründliches Verständnis für die europäische und internationale Politikgestaltung und arbeitete mit zahlreichen Interessenvertretern von Unternehmen bis hin zu NGOs zusammen. Durch ihre Arbeit im Europäischen Parlament wurde ihre Fähigkeit geschärft, mit einem breiten Spektrum von Einzelpersonen und Organisationen zu verhandeln, um politische Entscheidungen zu beeinflussen.

Beirat Linda Kalcher
Dr. Karsten Sach
Mitglied

Karsten Sach ist seit 2022 freiberuflicher Berater für Klimaschutz. Zuvor arbeitete er für mehr als 3 Jahrzehnte im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Seit 2016 leitete er die Abteilung „Internationales, Europa, Klimaschutz“, von 2004 bis 2016 die Unterabteilung „Europa und Internationales“ und von 1999 bis 2004 das Referat “Grundsätzliche Angelegenheiten der internationalen Zusammenarbeit, globale Umweltkonventionen, internationaler Klimaschutz”. Seit 1999 war Karsten Sach der deutsche Chefverhandler bei den UNFCCC-Vertragsstaatenkonferenzen. Er war intensiv an der Aushandlung das Pariser Klimaschutzabkommens beteiligt. Darüber hinaus vertrat er die Bundesregierung in zahlreichen internationalen Organisationen und Initiativen und arbeitete eng mit führenden Think Tanks in den Bereichen Klima, Energie, Umwelt und internationale Governance zusammen.

Karsten Sach war maßgeblich an der Gründung der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) beteiligt. Er war Vorsitzender des Vorbereitungsprozesses von der Idee bis zum formellen Inkrafttreten im Jahre 2011. Europäische Umwelt- und Klimapolitik war ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit. Über Jahrzehnte arbeitete er am Aufbau der EU-Gesetzgebung zum Umwelt- und Klimaschutz, u.a. zum europäischen Green Deal. Von 2008 bis 2014 war er Verwaltungsratsvorsitzender der Europäischen Umweltagentur (EEA). Von 1993 bis 1997 betreute er die Umweltangelegenheiten in der Ständigen Vertretung Deutschlands bei der Europäischen Union in Brüssel.

Vor dem Eintritt ins Umweltministerium lehrte Dr. Sach Umwelt und Recht. Er studierte Rechtswissenschaften in Kiel und Freiburg und promovierte mit einer Arbeit zum Immissionsschutzrecht.

Dr. Camilla Bausch
Mitglied

Camilla Bausch ist wissenschaftliche und geschäftsführende Direktorin des Ecologic Instituts. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Klima- und Energiepolitik. Sie war aktiv an der Einführung und Reform des Emissionshandelssystems in Deutschland sowie an der Weiterentwicklung des Energierechts beteiligt. Sie war langjähriges Mitglied der deutschen Delegation bei den UN-Klimaverhandlungen und war Co-Vorsitzende der T20 Task Forces zu Klima und Energie unter der indonesischen und italienischen Präsidentschaft der G20. Sie ist Mitglied in mehreren Beiräten, unter anderem im Berliner Klimaschutzrat. Sie ist Sprecherin des Ecological Research Network (Ecornet) und Mitherausgeberin der Carbon & Climate Law Review (CCLR).

Von 2009 bis 2014 war Camilla Bausch Mitglied im Vorstand von Greenpeace Deutschland, davon drei Jahre als Vorsitzende. Von 2012-2015 initiierte und leitete sie das Projekt EnergyTransitionArt. 2008/2009 nahm Bausch ein vom German Marshall Fund of the United States (GMF) und der American Political Science Association (APSA) gefördertes Sabbatical, um für das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten zu arbeiten, wo sie für den Kongressabgeordneten Edward J. Markey tätig war, der jetzt Senator für Massachusetts (D-MA) ist. Vor ihrer Tätigkeit am Ecologic Institut war Camilla Bausch als Unternehmensberaterin für die Boston Consulting Group (BCG) tätig. Camilla Bausch promovierte in Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin über Netzzugangsregelungen im liberalisierten Strommarkt der Europäischen Union (EU). Neben ihren Aufenthalten in den USA hat Dr. Bausch längere Zeit in Belgien und Russland gelebt.

Dr. Anna Müller-Debus
Mitglied

Anna Müller-Debus ist Direktorin der EU-Initiative der Climate Imperative Foundation und Direktorin des European Climate Hub der Allianz Foundation. In diesen Funktionen leitet sie die Bemühungen zur Bekämpfung von Emissionen in allen Sektoren auf nationaler und europäischer Ebene. Dazu gehört die Arbeit an den Zielen für 2030 und 2050, die Umsetzung des europäischen Rahmens in die nationale Politik und der Nachweis, dass im Rahmen des EU Green Deal mehr getan werden kann und sollte, trotz der bisher erzielten guten Fortschritte in der Politik.

Anna Müller-Debus hat viele Jahre Erfahrung in der Klimaphilanthropie. Sie entwickelte und implementierte Strategien bei der Stiftung Mercator und bei der European Climate Foundation. Darüber hinaus arbeitete sie bei Deloitte und zuletzt bei Ernst & Young (EY), wo sie als Leiterin der CSR- und Klimastrategie am Aufbau des europäischen Klimaportfolios beteiligt war. Sie war mehrere Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz, Italien, tätig, hat einen BA in Philosophie und Wirtschaftswissenschaften sowie einen MSc in Politikwissenschaften und promovierte in Politik- und Wirtschaftswissenschaften an der Freien Universität Berlin.

Justin Johnson
Mitglied

Justin Johnson ist Direktor für Klimaschutz der Children’s Investment Fund Foundation (CIFF) in London. Dort leitet er die Arbeit des Klima-Teams zu Städten, Industrie, Luftqualität und in Europa. Bevor er zur Children’s Investment Fund Foundation kam, arbeitete Justin Johnson bei Centrica plc, einem in Großbritannien ansässigen Energieversorgungsunternehmen, wo er eine Vielzahl von Positionen innehatte, darunter Group Head of Strategic Projects, Group Director of Strategic and Internal Communications und Group Head of Policy. Zuvor war Justin Johnson Specialist Adviser des britischen Ministers für Umwelt, Ernährung und Angelegenheiten des ländlichen Raums, Rt Hon Hilary Benn MP. Dort war er mit einer Reihe von Themen wie Klimawandel, Energieeffizienz, Wasser- und Luftqualität befasst. Davor arbeitete Justin Johnson als Head of Policy beim UK Business Council for Sustainable Energy und als Public Affairs Berater. Justin Johnson besitzt einen Master in Internationaler Entwicklung von der LSE und ist Ko-Autor zweier Bücher über Public Affairs in Großbritannien.

Justin Johnson