Eine aktuelle Analyse kommunaler Wärmepläne zeigt: Für zahlreiche Bürgerinnen und Bürger schafft das Instrument nicht die erhoffte Planungssicherheit. Denn etliche Städte und Gemeinden weisen große „Prüfgebiete“ aus, in denen offen bleibt, ob Haushalte an ein Nah- oder Fernwärmenetz angeschlossen werden.  

In Neumünster betrifft dies 39 Prozent der Haushalte, in Lübeck 35 Prozent und in Heidelberg immerhin 17 Prozent. Damit verfehlt die kommunale Wärmeplanung als zentrales Steuerungsinstrument der Wärmewende vielerorts ihr wichtigstes Ziel – mit womöglich teuren Folgen:

Je mehr Eigentümer sich angesichts der Unklarheit für eine individuelle Lösung entscheiden, desto schwierger wird der Aufbau von Wärmenetzen, die sich wirtschaftlich rechnen. Zudem drohen unnötige Förderungen. Die Bundesregierung muss in der anstehenden großen Novelle des Wärmeplanungsgesetzes dringend nachsteuern.

Um die Planungssicherheit für Bürgerinnen und Bürger, Versorger und Immobilienwirtschaft zu erhöhen, braucht es insbesondere klare Vorgaben, um Prüfgebiete schnell aufzulösen. Wie das konkret funktionieren kann, was wir darüber hinaus empfehlen und warum soziale Faktoren in die Wärmenetz-Planungein fließen müssen, erfahrt Ihr in unserem neuen Policy Brief.