Jedes vierte Elektrofahrzeug, das Autofahrer mit der neuen Kaufprämie gekauft oder geleast haben, wurde in China gefertigt. Das zeigt unser neues Gutachten, für das wir die Förderdaten des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ausgewertet haben. Ingesamt stammt mehr als ein Drittel der geförderten Autos aus Nicht-EU-Ländern.

Damit erreicht die Bundesregierung das industriepolitische Ziel, den Hochlauf der Produktion von E-Autos in Deutschland und Europa zu sichern, nur zum Teil. Am Ende könnte unseren Berechnungen zufolge mehr als eine Milliarde Euro Förderung auf Autos entfallen, die nicht in der EU montiert wurden.

Der hohe Drittländer-Anteil folgt teilweise aus der Logik der Förderung: Die Einkommensgrenze schließt Haushalte mit hohen Einkommen aus, und der feste Förderbetrag wirkt bei günstigen Autos – etwa aus China – besonders stark.

Wir empfehlen deshalb einen EU-Bonus, der sich an der Bundesförderung für effiziente Gebäude orientiert, dem Förderprogramm des Bundes für Heizungen und Sanierung. Konkret schlagen wir vor, die Kaufprämie um 15 Prozent zu senken und gleichzeitig für Autos, die in der EU gefertigt wurden, einen Bonus in selber Höhe einzuführen.  

Mehr dazu im Gutachten

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