Im Rahmen des Gutachtens hat das Öko-Institut analysiert, wie sich Pkw-Emissionen und Investitionen in E-Autos auf unterschiedliche Haushaltsgruppen verteilen. Ein zentrales Ergebnis: Ab Mitte der 2030er werden Emissionen im Personenverkehr überwiegend von Haushalten mit geringem Einkommen und hoher Fahrleistung stammen.

Damit drohen Menschen, die wenig verdienen und viel fahren, hohe Kosten. Denn fossile Kraftstoffe werden von Jahr zu Jahr teurer. „Wer nicht umsteigen kann, zahlt mit jedem Jahr mehr für Benzin und Diesel“, sagt unser Direktor Thomas Losse-Müller

Eine Befragung von 3.000 potentiellen E-Auto-Käuferinnen und -Käufern, die wir ergänzend zum Gutachten durchgeführt haben ,zeigt zudem: Neben hohen Preisen bremsen vor allem fehlende private Lademöglichkeiten die Bereitschaft, ein Elektroauto zu kaufen. Diese Hindernisse gilt es nun zu adressieren. Unsere Empfehlungen:

1.     Haushalte mit niedrigen Einkommen brauchen auch nach 2028 eine Kaufförderung für Elektroautos. Sie sollte mit engeren Einkommensgrenzen fortgesetzt werden und ohne Vorfinanzierung funktionieren.

2.     Für Menschen ohne Stellplatz muss das Laden attraktiver werden. Dazu braucht es mehr Wettbewerb und Transparenz an Ladesäulen – zum Beispiel durch die Offenlegung von Roaming-Gebühren und einer Markttransparenzstelle. Parallel dazu gilt es, den Ausbau privater und öffentlicher Ladepunkte in Mietwohnquartieren voranzutreiben.

3.     Die Entfernungspauschale sollte in ein einkommensunabhängiges Mobilitätsgeld umgewandelt werden, um Pendlerinnen und Pendler mit geringem Einkommen gezielt zu entlasten.

4.     Der Steuervorteil für Verbrenner-Dienstwagen muss sinken, am einfachsten durch eine Versteuerung mit 1,5 Prozent des Bruttolistenpreises. Zudem sollte sich die Kfz-Steuer stärker an den CO₂-Emissionen ausrichten.

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