Heute verursachen Haushalte mit Dienstwagen die höchsten Emissionen. Ihre Flotten elektrifizieren jedoch am schnellsten: Schon 2030 ist die Hälfte ihrer Pkw batterieelektrisch. Ab Mitte der 2030er Jahre konzentrieren sich die verbleibenden Emissionen auf Haushalte mit geringem Einkommen und hoher Pkw-Fahrleistung. Sie tragen relativ zum Einkommen die höchste Investitionslast, fahren ältere Fahrzeuge und haben selten privaten Ladezugang. Wer nicht umsteigen kann, zahlt mit jedem Jahr mehr für Benzin und Diesel.

Eine ergänzende Befragung von 3.000 potenziellen E-Auto-Käuferinnen und -Käufern zeigt, wo die Hürden liegen. Ohne private Lademöglichkeit wollen 14 Prozent sicher ein E-Auto kaufen, mit Lademöglichkeit sind es 51 Prozent. Hohe Anschaffungskosten bremsen den Umstieg zusätzlich.

Die Stiftung Klimaneutralität empfiehlt, die Kaufförderung für Haushalte mit geringem Einkommen über 2028 hinaus fortzuführen, ohne dass diese die Förderung vorfinanzieren müssen. Zudem soll das Laden in Mietwohnquartieren gezielt verbessert werden, mit transparenten Preisen an öffentlichen Ladesäulen.

‍