Gleichzeitig liegen rund 126 Mrd. Euro öffentliches Kapital in den Versorgungsrücklagen und Pensionsfonds von Bund und Ländern – überwiegend in niedrig verzinsten Staatsanleihen und Pfandbriefen. Illiquide Anlagen wie Infrastruktur spielen darin praktisch keine Rolle, während vergleichbare Fonds wie KENFO, VBL oder internationale Pensionsfonds mit deutlich diversifizierteren Portfolios spürbar höhere Renditen erzielen.

Dieses Gutachten zeigt, wie sich beide Probleme gemeinsam lösen lassen: durch eine Reform der Anlagestrategien öffentlicher Versorgungsfonds nach dem Vorbild von VBL und KENFO sowie einen neuen Public-Investor-Pool unter dem Dach des Deutschlandfonds. Die KfW würde darin die Zusagen der öffentlichen Fonds bündeln und in viele einzelne Minderheitsbeteiligungen an Strom- und Wärmeverteilnetzen investieren.

Das Ergebnis: Rund 6 Mrd. Euro bestehendes öffentliches Kapital fließen in den Netzausbau, während sich die erwartete Rendite der Sondervermögen um etwa 1,5 Prozentpunkte pro Jahr erhöht – ohne dass neue Haushaltsmittel gebunden werden müssen.