Diese Studie bietet eine potenzielle Lösung zur Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Kapazitäten als zeitlich befristetes Notfallprogramm, um diese kurzfristige Energiekrise zu entschärfen. Bei erfolgreicher Umsetzung könnte das vorgeschlagene Programm innerhalb von 2,5 Jahren bis zu 17 GW an erneuerbaren Energien (4 GW an Photovoltaik (PV) und 13 GW an Windkraft) ans Netz bringen.

Es wird ein Einspeisetarif (FiT) vorgeschlagen, um den Zeitaufwand für die Inbetriebnahme neuer Kapazitäten im Versorgungsbereich zu minimieren, indem das zeitaufwändige Verfahren zur Auswahl der bevorzugten Bieter entfällt. Das Programm würde einen nicht verhandelbaren Stromabnahmevertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren und einer festen Einspeisevergütung mit einem Aufschlag von 15 % gegenüber dem REIPPPP in Höhe von 630 R/MWh für PV-Anlagen und 910 R/MWh für Windkraftprojekte mit einer Leistung von mehr als 50 MW anbieten. Der Aufschlag soll die Entwicklung im Nordosten des Landes fördern, wo die Auslastung der Windkraftanlagen im Durchschnitt um 15 % niedriger sein dürfte, und die für eine optimale Netzauslastung erforderlichen Abregelungen ausgleichen. Das Programm wäre auf maximal 16,8 GW begrenzt, da für zusätzliche Kapazitäten entweder Entscheidungen über die Beschaffung neuer Stromerzeugungskapazitäten außerhalb der im bestehenden IRP festgelegten Leitplanken oder eine Aktualisierung des IRP erforderlich sind, die beide lange Vorlaufzeiten haben. Ziel des vorgeschlagenen Programms ist es nicht, das Renewable Energy Independent Power Producer Procurement Programme (REIPPPP) oder das Risk Mitigation Independent Power Producer Procurement Programme (RMIPPPP) zu ersetzen, sondern diese Programme zu ergänzen, um zusätzliche Kapazitäten schnell ans Netz zu bringen. Die Studie wurde von der Boston Consulting Group mit rechtlichem Input von Norton Rose Fulbright durchgeführt und von der Stiftung Klimaneutralität in Auftrag gegeben.